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Sehen will gelernt sein – Sehentwicklung bei Kindern

Sehentwicklung bei Babys und Kindern

Wie alles an einem Baby muss auch die Sehkraft wachsen. Zwar öffnet ein Kind bereits im Mutterleib seine Augen, die vollständige Reifung passiert aber in den ersten Lebensjahren. Netzhaut und Gehirn müssen sich erst richtig vernetzen.

Kommt ein Kind auf die Welt, sieht es nur rund 30 Zentimeter weit, sehr verschwommen und hauptsächlich Umrisse. Farben zu unterscheiden fällt ihm schwer. Lediglich intensive Kontraste wie schwarz/weiß und helle Farben kann es gut wahrnehmen. „Babys schielen auch manchmal. Die Muskeln der beiden Augen können sich in den ersten zwei bis drei Lebensmonaten noch nicht so gut koordinieren. Schielt Ihr Kind in dieser Zeit ist das grundsätzlich normal, darüber hinaus sollte dies jedoch augenärztlich abgeklärt werden“, sagt Dr. Magdalena Gabert.

Vom Einheitsbrei zum scharfen Sehen

Wie viele Fähigkeiten, entwickelt sich auch die Sehkraft mit dem Heranwachsen. Mit rund drei Monaten beginnt bei Babys das räumliche Sehen. Sie können dann gut Farben unterscheiden und die Sehleistung hat bereits auf 40 bis 50 Prozent zugenommen. Meilensteine wie das erste Lächeln oder Greifen – also die Hand-Augen-Koordination – hängen unmittelbar mit dieser Entwicklung zusammen. Denn erst wenn das Baby das Auge „scharf“ stellen kann, kann es bewusst jemanden anlächeln oder nach etwas greifen. Mit einem Jahr hat ein Kind meist eine Sehleistung von 60 bis 80 Prozent. Viele Kinder erreichen mit etwa zwei Jahren eine Sehschärfe von 80 bis 100 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt ist auch die augenärztliche Mutter-Kind-Pass-Untersuchung vorgesehen. Die vollständige Sehentwicklung dauert bis zum 12. Lebensjahr.

Im Mutter-Kind-Pass sind zwei Augenuntersuchungen vorgesehen.

Warum zur Augenärztin/zum Augenarzt?

Damit sich die Sehkraft auch dann so gut wie möglich entwickelt, wenn eine Hornhautverkrümmung oder ein Dioptrien-Unterschied zwischen den Augen vorliegt, sind regelmäßige Kontrollen notwendig. „Im Alltag kommen Kinder mit Sehschwäche meist gut zurecht. Das stärkere Auge kompensiert die Schwäche. Das ist aber für die Sehentwicklung problematisch, weil dadurch das schwache Auge immer weiter unterdrückt wird. Darunter leidet das räumliche Sehen“, erklärt Dr. Gabert und ergänzt: „Doch das ist für die gesamte visuelle Wahrnehmung ungemein wichtig.“ Dies kann ausschließlich mithilfe einer genauen Untersuchung festgestellt werden. Um das schwache Auge zu „trainieren“, wird das bessere Auge bis zum Ende der Sehentwicklung immer wieder abgeklebt. Das Gehirn kann es dann nicht bevorzugen. Sollte bei Geschwistern oder Eltern eine starke Sehbeeinträchtigung vorliegen, ist es ratsam, schon vor der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung einen Termin für eine genaue Augenuntersuchung zu vereinbaren.


Gut zu wissen:

Bei der Geburt haben die meisten Babys blaue Augen. Die Augenfarbe entsteht durch die allmähliche Pigmentierung der Regenbogenhaut.

Neugeborene schielen manchmal, weil die Koordination der Augennerven anfangs noch nicht so gut funktioniert.

Babys sehen anfangs noch sehr verschwommen und nehmen vor allem hell/dunkel Unterschiede war.

Die Entwicklung der vollständigen Sehleistung dauert bis zum 12. Lebensjahr.

Tageslicht hilft dem Auge beim Wachsen.

Eine beginnende Sehschwäche kann mit einer Brille gut behandelt werden. Je früher desto besser.

Fotos: © Adobe Stock / Ramona Heim, Lena Kothgasser-Haider

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DR. MANUEL HAIDER

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